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09.11.2009

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Volksrente?

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Es ist offenkundig, daß die Gesetzliche Rentenversicherung nach kaufmännischen Gesichtspunkten längst bankrott ist. Ebenso, daß die Rentenanwartschaften in den letzten fünf Jahren schon um rund 40 Prozent ihres Ursprungswertes gekürzt wurden, ohne daß dies für Schlagzeilen sorgte. Wenn die Große Koalition der Rentenräuber nun in einer Zeit das gesetzliche Renteneintrittsalter auf 67 Jahre erhöhen will, in der auf Grund der Massenarbeitslosigkeit ohnehin kaum noch jemand auf 40 oder 45 Beitragsjahre kommt, ist dies ein Schlag ins Gesicht der Bürger. Es handelt sich hierbei in zweierlei Hinsicht um eine Rentenkürzung.

Für die, die nicht bis 67 arbeiten können, weil es z.B. keine Arbeit gibt, bedeutet sie eine zwei Jahre längere Wartezeit bis zum gesetzlichen Rentenzugangsalter. Das kommt aber definitiv einem Abschlag auf die Rente von 7,2 Prozent gleich. Für die, die bis 67 arbeiten können, bringt das spätere Rentenzugangsalter ebenfalls einen realen Verlust, denn sie arbeiten länger, um nachher dieselbe Rente zwei Jahre kürzer zu beziehen.

Der von den BRD-Systemparteien beschlossene „Nachholfaktor” wird überdies zu Dauernullrunden bei der Rentenanpassung führen oder allenfalls zu ganz minimalen Erhöhungen, die weit unter der Inflationsrate liegen. Und das bei durchschnittlichen Mini-Renten von heute nur noch 643 Euro im Monat.

Es fehlen nicht nur viele Beitragszahler durch die Massenarbeitslosigkeit, sondern gleichzeitig viele Millionen Kinder, auf die aus blankem Egoismus verzichtetet wurde. Das rächt sich jetzt, denn der spärliche Nachwuchs, der trotz Antibabypille und Abtreibung übrigblieb, ist nicht mehr in der Lage, die Alterslasten allein zu tragen. Mit der Spaßgesellschaft ist es endgültig vorbei, wenn ab 2010 eine riesige Welle neuer Rentner auf das System zukommt. Die Angehörigen der letzten geburtenstarken Jahrgänge des deutschen Volkes kommen dann allmählich ins Rentenalter. Doch ab diesem Zeitpunkt wird es in Deutschland ganz unabhängig von der Wirtschaftslage nicht mehr genügend junge Menschen als Beitrags- und Steuerzahler geben, die die dann notwendigen gigantischen Rentenbeiträge erwirtschaften können. Das ist die bittere Wahrheit, aber keiner der etablierten Lügner und Übeltäter wird sie dem Volk sagen, bis es zu spät ist. Die unfähigen Polit-Bonzen in unserem Land schwadronieren dann gerne von der Notwendigkeit, eigenständig privat vorzusorgen.

Wovon der Geringverdiener oder der Langzeitarbeitslose dies finanzieren soll, darüber schweigen sich die Herren Parlamentarier aus.

Volksrente statt Klassenrente!

Innerhalb des bankrotten Systems gibt es nur noch die Möglichkeiten, die Beitragssätze und das Renteneintrittsalter deutlich zu erhöhen sowie die Renten über Dauernullrunden zu senken. Oder aber der staatliche Zuschuß zur Rentenkasse von 78 Milliarden Euro müßte alternativ dazu weiter erhöht werden; aber dafür ist kein Geld mehr da. Die brutale Wahrheit ist: Die BRD befindet sich im Haushaltsnotstand und hat innerhalb des eigenen Systems beinahe jede Manövrierfähigkeit verloren.

Tatsache ist, daß der Bankrott des umlagefinanzierten Rentenversicherungssystems nicht mehr abzuwenden ist und die Altersversorgung vieler Millionen Bürger sich in Luft auflösen und Altersarmut sich massenhaft ausbreiten wird – wenn nicht ein radikaler Schnitt gemacht und ein Systemwechsel vollzogen wird! Es kann nicht länger angehen, daß wir im Rentenbereich zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft mutieren. Die NPD fordert die Schaffung einer Volksrente, über die alle Deutschen solidarisch miteinander verbunden sind. Alle Erwerbstätigen sollen in dieser Rentenkasse pflichtversichert sein, um endlich soziale Gerechtigkeit zu schaffen. Da die Finanzierungsbasis hierdurch (namhaften Wirtschaftswissenschaftlern zufolge) um über 40 % steigen würde, wären Beitragssenkungen und die Reduzierung der Lohnnebenkosten eine realistische Folge, die wieder zu einer Belebung unserer Volkswirtschaft führen könnte.

Wir fordern daher:

- Umstellung des Rentensystems auf die steuerfinanzierte Kinderrente, die der demographischen Entwicklung – Kindermangel und gleichzeitige Überalterung in Deutschland – Rechnung trägt.


- Jeder Steuerzahler erhält nach einer festzusetzenden durchschnittlichen Lebensarbeitszeit eine staatlich garantierte Grundrente von monatlich 900 Euro, womit die Grundbedürfnisse abgedeckt werden können.


- Die Grundrente erhöht sich für jedes neugeborene Kind um 300 Euro monatlich. Die Grundrente und Kinderzuschläge werden regelmäßig um die Inflationsrate angepaßt.


- Der Erziehungsurlaub für jedes neugeborene Kind wird auf fünf Jahre ausgedehnt und auf die durchschnittliche Lebensarbeitszeit angerechnet.


- Wer auf Kinder verzichten möchte oder aus biologischen Gründen keine eigenen Kinder haben kann, hat mehr Geld zur Verfügung und kann durch privates Ansparen seine Grundrente erhöhen.


- Schaffung einer echten Volksrente anstelle der bisherigen Klassenrente- Versicherungspflicht für alle Erwerbstätigen, also auch für Selbständige und Beamte.

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