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19.05.2009

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Es droht die Verödung ganzer Landstriche

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Laut dem Armutsbericht 2008 des Paritätischen Gesamtverbandes droht die bundesdeutsche Gesellschaft wirtschaftlich und sozial noch weiter auseinanderzuklaffen.

 

In einigen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs beträgt die Armutsrate über 20%. Dort lebt praktisch jeder Fünfte in Armut. Armut betrifft der offiziellen Lesart zufolge all jene, die weniger als 60% des Durchschnittseinkommens zur Verfügung haben. Die Forscher sagen der Armut in Mitteldeutschland schon einen „tendenziell flächendeckenden Charakter“ nach, ein „Armutszeugnis“ des BRD-Systems sondergleichen.

 

Auch im Westen Deutschlands zeichnen sich mittlerweile schon Entwicklungen ab, denen zufolge ganze Landstriche von der wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt werden. Ostfriesland und Bremen haben eine ähnlich hohe Armutsquote wie die mitteldeutschen Länder zu beklagen. Selbst in früher stark von der Industrie profitierenden Regionen wie dem Ruhrpott sind alarmierende Entwicklungen auszumachen. Die Stadt Dortmund z.B. weist eine Armutsquote von 18% auf.

 

Nicht Beachtung findet im Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbandes die Auswirkung der aktuellen Wirtschaftskrise, da die Daten allesamt aus dem Jahr 2008 herrühren. Hier muß befürchtet werden, daß das jahrzehntelange Versagen der Systemparteien, wenn eines Tages die Zahlen für 2009 oder 2010 auszumachen sein werden, noch zu ganz anderen Maßstäben der Armut führen wird.

 

Deutlich wird schon heute, daß die verfehlte Wirtschaftspolitik der letzten Jahre nicht nur zu einer kurzfristigen Krise der Wirtschaft und des gesamten BRD-Systems zu münden droht, sondern aller Voraussicht nach wird sie die Ursache für den Kollaps der „One-World“ des Liberalkapitalismus sein. Wenn mittlerweile schon in einem vermeintlich reichen Land wie dem unseren derart hohe Armutsquoten ermittelt werden, dann sollte klar sein, daß dies der Urgrund für einen internationalen Teufelskreislauf sein wird. Ganze Handelsströme werden zusammenbrechen, weil die vermeintlich reichen Deutschen nicht mehr in der Lage sein werden, die Produkte aus Übersee zu erwerben. Deutschland wird mithin für Investoren immer uninteressanter und auch die wirtschaftliche Dynamik deutscher Unternehmer endet nicht selten in der Insolvenz. Wer investiert schon in Regionen, die mit steigender Tendenz und rasantem Tempo verarmen?

 

Die Ideologie der Globalisierung hat versagt, es kann heute als Lüge bezeichnet werden, daß Freihandel zu mehr Wohlstand und wirtschaftlicher Sicherheit führt. Hätten die etablierten Polit-Trottel frühzeitig gegengesteuert, die Wirtschaft und das Finanzsystem auf eine nationale, regionale und nachhaltige Grundlage gestellt, wäre Armut kein Problem für unser Volk. Im Zuge der schrankenlosen Freiheiten für die so genannten „Global Player“ wurde die deutsche Volkswirtschaft in die Abhängigkeit gezwungen. Und Abhängigkeit führt in der Konsequenz immer zu Armut und sozialen Verwerfungen.

 

Man muß kein Ökonom zu sein, um zu prognostizieren, daß der aktuelle Armutsbericht noch nicht der Gipfel der Negativrekorde sein wird. Die Folgen, die die Wirtschaftskrise zeitigen wird, sind noch nicht absehbar.

 

Das liberalkapitalistische System wird spätestens dann zum endgültigen Zusammenbruch verurteilt sein, wenn selbst das Geld für die Brot- und Spiele-Ablenkmanöver fehlt. Wenn selbst das Geld und dementsprechend auch das Personal fehlt, um auf primitive Art und Weise gegen die nationale Opposition zu hetzen. Dann ergibt sich die Leninsche Fassung der revolutionären Situation, daß die „unten“ nicht mehr wollen und die „oben“ nicht mehr können.

 

Dann ist es für Merkel, Westerwelle, Steinmeier und alle anderen, die sich in diesem auf Heuchelei und Ausbeutung beruhenden System wohlig eingenistet haben, zu spät, um noch einmal gegenzulenken.

 

Dann ist der Zeitpunkt für einen nationalen und sozialen Neuanfang gekommen. Dann geht es nicht mehr um Profit für einige Wenige, der immer Armut auf der anderen Seite der Pyramide verursacht. Dann geht es endlich um das, was eigentlich immer im Zentrum der Politik stehen sollte: die Bedürfnisse des Volkes als Ganzen und somit auch der Menschen.

 

Nur eine an der Volksgemeinschaft orientierte Politikauffassung kann letztlich auch zum Wohl des Einzelnen führen und Armut verhindern.
 

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