08.04.2008
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Parteitag wählte neuen NPD-Landesvorstand
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Zur Hauptseite wechselnBericht
Am Sonntag, den 06. April, kamen rund 100 Delegierte und Gäste zu einem Ordentlichen Landesparteitag der hessischen Nationaldemokraten zusammen, um einen neuen Landesvorstand zu wählen. Der bisherige Landesvorsitzende Marcel Wöll verzichtete aus privaten Gründen auf eine erneute Kandidatur und schlug den Delegierten seinen Stellvertreter Jörg Krebs zur Nachfolge vor. Der 33-jährige Frankfurter NPD-Stadtverordnete und langjährige Kreisvorsitzende der Nationaldemokraten am Main, wurde ohne Gegenkandidaten mit über 80 Prozent der Delegiertenstimmen erstmals in das Spitzenamt der Hessen-NPD gewählt. Zu seinen insgesamt drei Stellvertretern wurden der Wetterauer Kreisvorsitzende und Kreistagsabgeordnete Daniel Lachmann, Mario Matthes vom Kreisverband Wiesbaden/Rheingau-Taunus, sowie der alte und neue Landesschatzmeister Klaus Dietrich aus Darmstadt gewählt. Komplettiert wird der Landesvorstand durch insgesamt sechs Beisitzer: Daniel Knebel vom Kreisverband Main-Kinzig, Jan Peppel und Stefan Jagsch vom Kreisverband Wetterau, David Giesler vom Kreisverband Waldeck/Schwalm-Eder, Martin Weiß vom Kreisverband Hersfeld-Rotenburg, sowie Frank Marschner vom Kreisverband Offenbach. Der neue Vorsitzende nannte die Vorbereitung der Teilnahme an den Kommunalwahlen 2011 in möglichst vielen Landkreisen und kreisfreien Städten als Primärziel der Hessen-NPD für die nächsten zwei Jahre. Dabei sollen die derzeitigen kommunalen Bastionen Wetterau, Lahn-Dill-Kreis und Frankfurt am Main nicht nur gehalten, sondern ausgebaut und um einige neue ergänzt werden. Jörg Krebs wörtlich: „Ich möchte zusammen mit dem neuen Landesvorstand erreichen, daß die hessische NPD im Jahre 2011 im Kreistag der Wetterau den Fraktionsstatus behält und im Lahn-Dill-Kreis sowie in meiner Heimatstadt Frankfurt erlangt; zudem möchte ich den Einzug einer NPD-Fraktion in die Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung, sowie den Kreistag des Main-Kinzig-Kreises und mindestens eines weiteren hessischen Kreistages.“
Als Gastredner des Parteitages trat der NPD-Parteivorsitzende Udo Voigt auf, der die Anwesenden vor dem Hintergrund der aktuell wieder aufflammenden Verbotsdebatte, sowie der Geschehnisse um die Inhaftierung des Bundesschatzmeisters Erwin Kemna umfassend informierte. Der Parteichef geißelte das Verhalten staatlicher Stellen im Hinblick auf die Ermittlungen gegen Kemna scharf und äußerte die Vermutung, daß es den ermittelnden Behörden sicher nicht um die Wahrung finanzieller Interessen der NPD, sondern vielmehr um die Bespitzelung der unliebsamen Oppositionspartei gehe. Wie anders sei es sonst zu erklären, so Voigt, daß bei der Durchsuchung der NPD-Bundesgeschäftsstelle zu einem nicht unbeträchtlichen Teil Material beschlagnahmt wurde welches mit dem Fall Kemna in keinem Zusammenhang stehe - darunter aktenordnerweise persönliche Korrespondenz des Parteivorsitzenden. Die herrschende politische Klasse hat angesichts des anhaltenden Linksrucks Angst vor dem Tag, an dem auch die Ausgleichskräfte von Rechts wieder vermehrt Zulauf erhalten und deshalb bekämpfen sie uns mit allen noch so rechtsbrecherischen Mitteln, so Udo Voigt abschließend.