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11.03.2007

Lesezeit: etwa 2 Minuten

NPD wächst

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Bericht
Berlin. Medien aller Art beschäftigten sich jüngst mit dem »besorgniserregenden« Mitgliederanstieg der NPD und »berichteten« mit den einschlägigen Schlagzeilen. Die Vertreter von Verfassungsschutzbehörden wirkten vermutlich wieder mit und gaben die immer gleichen Stichworte: Besorgniserregend, bedrohlich, schlimm... Während die REP immer mehr Mitglieder verlieren, so wurde festgestellt, gewinne die NPD immer mehr Mitglieder hinzu. Mit jetzt 7.000 Mitgliedern läßt die volkstreue Partei den traurigen Rest der einstigen Schönhuberpartei mit nur noch 6.000 Mitgliedern inzwischen hinter sich.
Wer dies allerdings erst jetzt als neue Meldung verkauft, muß lange geschlafen haben. Der Optimismus, den die NPD vor der erfolgreichen Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ausstrahlte, hatte sehr viel mit dem Zuspruch einer immer größer werdenden Zahl von Menschen zu tun, die nicht mit dem verzerrenden Medienbild »typisch Rechtsradikaler« in Einklang stehen. So klagte nicht nur Report München am 22. Januar, daß man Nationaldemokraten und volkstreue Opposition einfach nicht mehr erkennen könne. Schon 2005 gab es einen erheblichen Mitgliederzuwachs, der der Mitgliederentwicklung aller Parteien des »Systemspektrums« entgegenstand. Während seit langem vor allem die sogenannten »Volksparteien« SPD und CDU jährlich Abertausende Mitglieder verlieren, konnte die NPD 2005 über 15 % Zuwachs verzeichnen, im Jahr 2006 nahm die Mitgliederzahl von der höheren Basis ausgehend um nochmals 12 % zu, bei steigender Tendenz. Viele der neuen Mitglieder sind junge Leute, die die »Segnungen« des radikal-liberalistischen Arbeitsmarktes einer globalisierten Welt durch das Fehlen jeder Zukunftsperspektive auskosten können. Zunehmend finden aber auch kleinere selbständige Mittelständler den Weg zur NPD. Auch sie spüren häufig unmittelbar die wirtschaftlichen Verwerfungen in ihren Betrieben und handeln aus Verantwortung für die Gemeinschaft.
Der Weg zur NPD ist für viele kein leichter Weg. Nicht selten mit Unverständnis im Freundeskreis, zum Teil mit gesellschaftlicher Ausgrenzung müssen neue Mitglieder zurecht kommen. Verfassungswidrige Repressalien durch staatliche oder andere öffentliche Stellen kommen immer häufiger vor. Dies paßt zu den Verbotsritualen, mit der jede Opposition eingeschüchtert werden soll.
Immer mehr Filz und Korruption zwischen Wirtschaft und Politik kommt ans Tageslicht. Die Menschen laufen den etablierten Parteien davon. Das schöne Leben vieler Bevorzugter ist vorbei. Jede Repression wird aber letztlich ins Gegenteil umschlagen. Das interne Zusammenspiel der bundesrepublikanischen Macht zwischen den sogenannten (alten) Volksparteien, gesellschaftsrelevanten Verbänden und der Wirtschaft neigt sich dem Ende zu. So oder so.
Für alle, die gegen die katastrophalen Auswirkungen (»Verwerfungen« hatten wir schon mal) einer globalisierten, unsozialen Welt aufbegehren, die in Deutschland eine Politik in Verantwortung gegenüber dem eigenen Volk machen wollen, erscheint die NPD als eine (noch kleine) Volkspartei ganz anderen Zuschnitts. Kraft über regionale Erfolge hinaus wird die NPD aber nur erringen können, wenn sie neben politisch-inhaltlichen Erneuerungen auch deutlich größer wird. Dieser Wachstumsprozeß wird wiederum durch Erfolge beflügelt werden. Dazu gehört aber auch, daß es der NPD gelingt, den Großteil derjenigen zusammenzuführen, die das zentrale nationale Anliegen, das (Über-) Leben Deutschlands, im Auge haben.

Ulrich Eigenfeld
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