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01.12.2010

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Selbst Zigeuner möchten als „Zigeuner“ bezeichnet werden

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Belustigt reagierte der NPD-Landtagsabgeordnete Tino Müller heute auf Bekanntwerden eines Schreibens der „Sinti Allianz Deutschland e.V.“ an das Landtagspräsidium, in dem es hieß, daß es eine Sanktionierung des Begriffs „Zigeuner“ im politischen Sprachgebrauch nicht geben dürfte. Hierin machte die Vereinvorsitzende Natascha Winter deutlich, daß eher die Bezeichnung „Sinti und Roma“ anstatt „Zigeuner“ diskriminiere, „weil dadurch die Existenz hunderttausender Zigeuner geleugnet wird und diesen damit ihr Selbstbestimmungs- und Vertretungsrecht abgesprochen wird.“ Der Verein monierte weiter, daß alle Zigeunervölker und nicht nur die Sinti und Roma den Überbegriff „Zigeuner“ allgemein akzeptieren.



Bekanntlich erhielt der NPD-Volksvertreter Müller während einer Plenardebatte für die Benutzung des Wortes „Zigeuner“ drei Ordnungsrufe, was schließlich zum Entzug des Rederechtes führte (die NPD-Landtagsfraktion informierte hier). Eigenmächtig und ohne rechtliche Grundlage verhängte das Landtagspräsidium diese Sanktionen, da Müller in einer „diskriminierenden Weise“ mit dem Wort „Zigeuner“ Zigeuner verächtlich gemacht haben soll. Damit war die Posee jedoch nicht beendet. Der „Zentralrat der Sinti und Roma“ stellte daraufhin gegen Müller gar eine Strafanzeige wegen des Verdachts auf Volksverhetzung, Beleidigung usw. usf., die zunächst gegen die Verantwortlichen für die Internetveröffentlichung der NPD in Sachsen an das Sächsische Justizministerium gesandt wurde. Dabei verwechselte der Zentralrat zunächst den Adressaten und vermutete den Namensvetter von Tino Müller, Herrn Dr. Johannes Müller, welcher ebenfalls als NPD-Abgeordneter wirkt, allerdings im sächsischen Landtag!

Tino Müller äußerte sich heute hierzu: „Mir ist bewußt, daß die politisch korrekte >Schizophrenie< Dauergast im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern ist und dann auch noch vornehmlich in den Reihen selbst ernannter Gutmenschen zu finden ist. Erfrischend ist daher das Schreiben der Sinti-Allianz an die Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD), die derweil wohl mit vergrämtem Gesicht darüber grübeln wird, ob man mit realitätsferner politischer Korrektheit nicht stets über das Ziel hinausschießt.

Sowieso verstehe ich nicht, warum eine Zigeunerlobby ihre Identität verleugnen will und sich mit Kunstnamen wie >Sinti und Roma< scheinbar etwaigen Vorurteilen im deutschen Volk zu entziehen versucht, während die andere kein Problem mit dem Begriff >Zigeuner< hat. Man bleibt eben, was man ist. Meiner Meinung nach sollte man sich lieber einmal Gedanken darüber machen, woher die Meinungen über Zigeuner resultieren, statt mit falsch adressierten Strafanträgen und Identitätsdebatten wild um sich zu beißen. Vielleicht wittert der eine oder andere Zigeuner-Funktionär Konkurrenz im Kampf um Minderheiten-Boni.

Denn bereits im Februar 2009 wußte das Nachrichten-Magazin >FOCUS< im Artikel >Duell auf dem Damenklo< über einen kuriosen Streit zwischen den Zigeuner-Lobbygruppen Sinti-Allianz und dem Zentralrat zu berichten. Anläßlich einer Schuldkultzeremonie im Bundesrat kam es zu einer blutigen Schlägerei zwischen der Natascha Winter und einer generischen Zigeuner-Funktionärin.“

Quelle: www.npd-fraktion-mv.de




 


Quelle: http://www.npd-hessen.de/
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