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30.11.2010

Lesezeit: etwa 2 Minuten

»Gut, wenn die anderen verlieren!«

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DS-Interview mit dem Magdeburger Stadtrat und Landtagskandidaten Matthias Gärtner


Herr Gärtner, Ihr Arbeitsgebiet ist die Bildungspolitik, an der Sie in der Vergangenheit oft Kritik geübt haben. Wie wollen Sie hier aus der Opposition heraus Einfluß nehmen oder sogar Veränderungen herbeiführen?

Gärtner: Mein Ziel ist nicht die Opposition, sondern die Regierung. Wiewohl es ja unsere Erfahrung ist, daß lieber jeder mit jedem koaliert und dabei lieber auch die eigenen politischen Grundsätze über Bord geworfen werden, als auch nur ein einziges Wort mit einem NPD-Vertreter zu wechseln. Aber genau das gibt uns recht, und ich hoffe, daß die Etablierten an dieser Strategie weiter festhalten. Denn der Verlust des eigenen politischen Profils nur mit dem Ziel, eine NPD-Initiative zu stoppen, spielt uns immer in die Hände.

Der anhaltende Linkstrend der CDU, gerade in Sachsen-Anhalt, stößt viele konservative Wähler der CDU vor den Kopf. Und dadurch, daß wir nun die Vertreter von Bürgerrechten, konservativen und natürlich nationalen Themen sind, erwirken wir die gewollte Veränderung des politischen Spektrums. Daß dabei dann andere Parteien ihre Wähler und Mitglieder verlieren, kann mir nur recht sein.

Frage: Herr Gärtner, Kritiker aus den eigenen Reihen sehen in Ihnen zwar einen Frontmann des nationalen Lagers in Sachsen-Anhalt, bemängeln manchmal aber auch Ihren als zu defensiv wahrgenommenen Politikstil. Ist das die richtige Voraussetzung für ein Mandat im Landtag?

Gärtner: Wenn es zutrifft, was Sie sagen, dann habe ich genau das erreicht, was ich erreichen wollte. Meine Erfahrung aus dem Magdeburger Stadtrat gegenüber Vertretern anderer Parteien bestätigt meine Strategie, selbst wenn sie von manchen auf dem ersten Blick einfach falsch eingeschätzt wird. Mein Politikstil ist alles andere als »defensiv«. Sehen Sie, Menschen, die sich in Sicherheit wiegen, sind durchaus angenehmer zu handhaben als diejenigen, die in Paranoia verfallen. Und natürlich ist das die richtige Voraussetzung für ein Mandat im Landtag.

Frage: Andere Teile der NPD hätten lieber Sie als Spitzenkandidaten ins Rennen um den Einzug in den sachsen-anhaltischen Landtag geschickt. Warum haben Sie sich nicht durchgesetzt?

Gärtner: Es gab zwischen Matthias Heyder und mir überhaupt keine Konkurrenzsituation. Von daher kann man auch nicht davon sprechen, daß sich der eine oder der andere »durchgesetzt« hat. Ich denke vielmehr, daß wir in der jetzigen Konstellation durchaus gewinnbringender für unsere gemeinsame deutsche Sache sind als eine wie auch sonst gelagerte Zusammenstellung. Heyder und ich ergänzen uns sowohl in inhaltlichen als auch in organisatorischen Angelegenheiten. Ich bin mir sicher, daß wir diese seit Jahren gepflegte Professionalität im Magdeburger Landtag fortsetzen werden.

Herr Gärtner, Vielen Dank – und viel Erfolg im März!

Das Gespräch führte Michael Grunzel

Quelle: www.deutsche-stimme.de




 

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