30.09.2010
Bund, Länder und Gemeinden stehen zusammen mit 1.721,2 Mrd. Euro in der Kreide - 1,7% oder 29,6 Mrd. Euro mehr als Ende 2009. Dies entspricht rechnerisch einer Schuldenlast von 21.025 Euro je Einwohner. Die meisten Schulden muss der Bund schultern: Seine Verbindlichkeiten erhöhten sich um 1,5% oder 15,7 Mrd. auf 1.069,5 Mrd. Euro. Die Länder sind ebenfalls klamm, hier drückt eine Schuldenlast von 536,9 Mrd. Euro.
Zu beachten ist, dass dies die offiziellen Zahlen sind. Eine Garantie, dass dies auch die echten bzw. realen Zahlen sind, gibt es nicht. Wobei wir eher bezweifeln, dass man uns die korrekten Zahlen auf den Tisch gelegt hat. Zudem sind auch zukünftige Verpflichtungen (Renten und Pensionen als Beispiel) nicht eingerechnet.
Europa am Abgrund!
Selbst unter günstigen Annahmen wird es mehr als 20 Jahre dauern, bis die durchschnittliche Verschuldung in den Ländern der Eurozone auf ein Niveau fällt, das mit den Regeln des Stabilitätspaktes vereinbar ist.
Die Staaten der EU haben im Zuge der Finanzkrise ihre Schulden drastisch erhöht.
Erstens steckten sie Hunderte Milliarden Euro in die Rettung maroder Banken, zweitens versuchten sie, die Konjunktur mit Ausgabenprogrammen anzukurbeln. Die Regierungen werden nun dazu übergehen Steuern zu erhöhen und die Ausgaben drastisch kürzen. Der Schock für die von Staatsfinanzen immer mehr abhängigen Volkswirtschaften wird noch nicht ausreichend verstanden.
Und die nächste große Geldaufnahmewelle steht schon bevor: Nach einer Schätzung der Ratingagentur Standard & Poor's werden Portugal, Italien, Griechenland und Spanien in den nächsten 18 Monaten über 1 Billion Euro aufnehmen müssen. Wegen des enormen Kapitalbedarfs wird es für viele Staaten noch deutlich teurer werden als bisher angenommen, da hilft selbst das allgemein niedrige Zinsniveau nur sehr wenig.
FAZIT: Mit der Politik dieser Bundesregierung wird es keinen Ausweg geben. Die aktuellen Jubelgesänge bzgl. "Wachstum in Deutschland" sind eine Lüge. Nach dem drastischen Abwärts der Wirtschaft 2008 / 2009 findet eine Erholung auf Pump statt.
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