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06.08.2010

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Die IHK Frankfurt und der Umgang mit demokratischem Verständnis

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Ein typisches Sommerloch-Thema beschäftigte in den letzten Tagen vor allem die Frankfurter Presse und die von ihr so bezeichnete „Öffentlichkeit“. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt zeigte nach Auffassung einiger Gutmenschen in den Redaktionsstuben von „Frankfurter Rundschau“ und „Frankfurter Neue Presse“ nämlich wenig Sensibilität beim „Umgang mit demokratischem Verständnis“. Was die beiden linksliberalen Blätter und der sogenannte „Bundesverband für freie Kammern“ (bffk) unter demokratischem Verständnis verstehen, zeigte spätestens ein Offener Brief des bffk, in dem ein „breites bürgerschaftliches Engagement“ gegen eine von Burschenschaften in den Räumen der IHK geplante Veranstaltung eingefordert wurde.

Einigen Burschenschaften wird von gutmenschlicher Seite nämlich vorgeworfen, politisch zu weit rechts zu stehen. Ins Fadenkreuz der Gesinnungs-Inquisition gerieten dabei vor allem die Gießener Burschenschaft Dresdensia-Rugia, die Burschenschaft Germania Kassel, sowie die Burschenschaft Germania-Halle-Mainz, Marburger Burschenschaften Germania und Rheinfranken, die, nach Darstellung der als CDU-nah geltenden „Frankfurter Neue Presse“, „allesamt nicht gerade unbeschriebene Blätter (seien), was den Umgang mit demokratischem Verständnis angeht.“ Im Klartext heißt das, daß diese Studentenverbindungen an traditionellen Werten wie Ehre, Freiheit, Vaterland festhalten und sich damit das Mißfallen des gesamten etablierten Parteienkartells, sowie der ihm unterstellten Presse einhandeln.



Nach heutiger Lesart gelten solche Werte nämlich nicht nur als „überholt“ und „rückständig“, sondern gar als „undemokratisch“ (sic!). Daß gerade die deutschen Burschenschaften bereits vor mehr als 150 Jahren ein Gutteil zur Demokratisierung Deutschlands beitrugen, verschweigen die linkslinken Schreiberlinge natürlich nur zu gerne. Was zählt, ist die richtige Gesinnung, die richtige „demokratische“ Gesinnung, zu der in der heutigen Zeit weder die Ehre, noch das Vaterland und schon gar nicht die Freiheit zu zählen scheinen. Wäre es anders, hätte man vonseiten der Presse nämlich erstens, den genannten Burschenschaften die Freiheit zugestanden, sich in den Räumen der IHK in der alten Börse zu versammeln, genauso so, wie es der Artikel 8 des Grundgesetzes eben vorsieht und zweitens, der IHK Frankfurt die Freiheit gelassen, ihre Räume für die geplanten Veranstaltungen der studentischen Verbindungen zur Verfügung zu stellen.

Stattdessen stellte sich die etablierte Medienlandschaft Frankfurts unisono auf die Seite etwa so dubioser Gruppierungen wie des „Bundesverband für freie Kammern“, der es, tolerant und demokratisch gesinnt wie er nun einmal ist, nicht dulden wollte, daß „rechte Burschenschaften“ sich in den Räumlichkeiten einer „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ versammeln dürfen. Daß die IHK Frankfurt nun dem Druck der linken Gralshüter der Demokratie nachgegeben und die geplanten Veranstaltungen in „gegenseitigem Einvernehmen“ abgesagt hat, verwundert kaum. Immerhin ist es in der Vergangenheit nicht gerade eine Seltenheit gewesen, daß derart inszenierter „Unmut“ gegen Veranstaltungen unliebsamer Gruppierungen gerade in Deutschlands kriminellster Stadt, auch linksextreme Kreise auf den Plan rief und eingeworfene Fensterscheiben, beschmierte Hauswände und in Brand gesetzte Fahrzeuge von Teilnehmern solcher Festivitäten zur Folge hatte.

Zumal der bffk mit seinem Offenen Brief schon dafür gesorgt hat, daß sein antifreiheitliches Ansinnen auch den Römer-Parteien zur Kenntnis gelangt und somit im Zweifelsfalle auch diversen linksextremen Gruppierungen gewissermaßen der Startschuß zum Losschlagen gegeben wurde. Man kann nun diese durchaus skandalösen Vorgänge sehen wie man will, mit demokratischem Verständnis haben sie rein gar nichts zu tun. Wie bitte kann es nämlich demokratisch sein, wenn eine gefühlte Mehrheit von Menschen, einer Minderheit jene Rechte vorenthält, die das Gesetz, in diesem Falle das Grundgesetz (Artikel 8), ausdrücklich allen Bürgern zugesteht? Wie bitte kann es demokratisch sein, wenn eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, wie die IHK Frankfurt, nicht über die Vermietung ihrer Räumlichkeiten in freier Willensentscheidung selbst bestimmen darf? Solange eine Gruppierung, und sei es eine Burschenschaft, nicht gegen geltende Gesetze verstößt und solange Veranstaltungen in den Räumlichkeiten einer Körperschaft des öffentlichen Rechts nicht dazu dienen sollen, Straftaten zu begehen oder vorzubereiten, solange muß so etwas problemlos möglich sein und von einer möglicherweise andersdenkenden Mehrheit akzeptiert werden. Ansonsten finden wir uns ganz schnell in einer Staatsform wieder, von der wir eigentlich annahmen, sie spätestens am 9. November 1989 überwunden zu haben – Wehret den Anfängen!

Jörg Krebs,
NPD-Landesvorsitzender Hessen
Stadtverordneter in Frankfurt a. M.

Quelle: www.npdimroemer.de




Quelle: http://www.npd-hessen.de/
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