01.12.2009
Daß der Profi-Sport in den letzten Jahren sehr von seinem hohen Ansehen eingebüßt hat und mehr mit Kommerz denn mit körperlicher Ertüchtigung gemein hat, dürften spätestens die Doping-Skandale in mehreren Sportarten bewiesen haben.
Ob im Fahrrad-Sport oder beim Eisschnelllauf, überall sahen sich Sportler aufgrund des medial inszenierten Leistungsdrucks genötigt, ihren Möglichkeiten durch verbotene Substanzen neuen Schwung zu geben.
Auch daß sich in den Mannschaften nahezu sämtlicher Ballsportarten die halbe Welt tummelt, von regionaler oder nationaler Identifikation nicht mehr die Rede sein kann, ist ein Armutszeugnis und Beweis für die restlose Kommerzialisierung des deutschen Profi-Sports.
Wie in den Endzügen des römischen Reiches, als fremdvölkische Sklaven als Gladiatoren zur Belustigung der Massen dienten, werden heutzutage Fußballspieler über den ganzen Erdball transferiert, um horrende Ablösesummen zu erzielen und den Marktwert des Vereins zu erhöhen.
Sportvereine werden im Zuge des Börsengangs zu Konzernen umgewandelt, die Chefetagen vieler Vereine sind schon genauso abgehoben und geldgeil wie in großen Teilen der Finanzwirtschaft.
Doch nun wird diesem Mißstand noch eine Schippe draufgelegt.
Von einem Wettskandal ist die Rede, ganze Spiele wurden manipuliert, die Fans betrogen und der Sport als solcher ad absurdum geführt.
Sowohl Spieler als auch Schiedsrichter waren beteiligt, weil sich damit schnelles Geld verdienen ließ. Ein moralischer Sumpf tut sich auf und Millionen Sportbegeisterte stellen sich die berechtigte Frage, ob man sich dieses Theater angesichts horrender Eintrittsgelder noch bieten lassen muß.
War Sport früher ein elementarer Bestandteil der Kultur und des gemeinschaftlichen Zusammenlebens, entartete er in der BRD zu einer Geldanlage für Anteilseigner und gewissenlose Spekulanten. Ebenso wie in der Real- und Finanzwirtschaft ein Heidengeld mit Wetten auf künftige Marktentwicklungen(Spekulation) eingeheimst werden kann, hat sich das Wetten im Sport wie eine Seuche breit gemacht.
Nun vergeht kaum ein Tag, an dem man nicht von einer neuen Enthüllung über den jüngst aufgedeckten, größten Wettskandal aller Zeiten lesen kann. Die Drahtzieher sind, wie nicht anders zu erwarten war, in Berlin lebende Südosteuropäer und Türken.
Ein mafia-ähnliches Netzwerk setzte Spieler unter Druck und forderte gegen Geld ein besonderes Einwirken auf den Spielverlauf. Ganze Ergebnisse wurden von der Bande gekauft, und scheinbar fand sich immer ein Dummer bzw. besonders Korrupter, der bei diesem miesen Spiel mitmachte und dementsprechend mitverdiente.
Europaweit stehen ungefähr 200 Fußballspiele unter Manipulationsverdacht, allein in Deutschland wird von mehr als 30 manipulierten Partien ausgegangen. Mittlerweile wird vermutet, daß auch Basketball und Tennis betroffen sind.
Sicher kann man jetzt anmerken, daß wir angesichts grassierender Arbeits- und Perspektivlosigkeit, Geburtenmangel und steigender Kinderarmut und immer drückender werdender Überfremdung in unserem Land wichtigere Probleme haben, doch steht die Gewissenlosigkeit derer, die Wettskandale zulassen und somit ehrliche Sportbegeisterte veralbern der Charakterlosigkeit der bundesdeutschen Polit-Bonzen in nichts nach.
Sowohl im Sport als auch in der Politik scheint der Materialismus die letzten Spuren des alten idealistischen Geistes verdrängt zu haben. Deutsche Tugenden, Ideale und gemeinschaftliche Werte findet man in dieser Minuswelt der BRD nicht mehr.
Auch wenn der Wettskandal sicher nicht die gesamtgesellschaftlichen Folgen zeitigen wird, wie sie uns die Versager der Systemparteien zumuten, macht er doch auf sinnbildhafte Weise deutlich, wie verkommen das gesamte System ist, in dem wir leben müssen.
Der ist recht edel in der Welt, der Tugend liebt und nicht das Geld.
Ronny Zasowk
Quelle: www.npd.de
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