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16.11.2009

Lesezeit: etwa 2 Minuten

"Wir werden uns unser Recht zum Totengedenken nicht nehmen lassen"

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Eklat am Rande der diesjährigen Feierstunde zum Volkstrauertag


Seit 1952 wird den Gefallenen der Weltkriege immer zwei Sonntage vor dem ersten Advent am Volkstrauertag gedacht. Der Tag ist insbesondere dem Gedenken an die etwa zwei Millionen deutschen Soldaten, die im Ersten Weltkrieg fielen, sowie den mehr als fünf Millionen deutschen Gefallenen des Zweiten Weltkrieges gewidmet.

In diesem Jahr kam es zu einem Eklat bei der offiziellen Gedenkveranstaltung auf dem Dresdner Heidefriedhof, als der Landesgeschäftsführer des Volksbunds Klaus Leroff dem Dresdner NPD-Landtagsabgeordneten Arne Schimmer den Zutritt zu der Gedenkveranstaltung verwehren wollte. Dennoch legte Schimmer noch während der Gedenkstunde einen Kranz der NPD-Fraktion nieder.

Der NPD-Landtagsabgeordnete Arne Schimmer äußerte heute dazu:

"Den Charakter eines Volkes erkennt man daran, wie es nach einem verlorenen Krieg mit seinen Soldaten umgeht, lautet eine vielzitierte Erkenntnis Charles de Gaulles. Der deutsche Nationalcharakter ist hierin fraglos gespalten. Dem bis auf unsere Tage vorhandenen Trauerbedürfnis eines Volkes, das nach zwei Weltkriegen im 20. Jahrhundert kaum eine Familie ohne eigene Verluste kennt, steht eine offizielle Gedenkkultur gegenüber, die noch über den Tod hinaus zwanghaft ‚Täter‛ und ‚Opfer‛ sortieren will und aus schierer Furcht, dabei einen Fehler zu begehen, die eigenen Opfer nach Möglichkeit versteckt.

Dies wurde auch wieder am gestrigen Sonntag auf der Gedenkveranstaltung des Volksbunds auf dem Dresdner Heidefriedhof deutlich. Erst drohte der Landesgeschäftsführer des Volksbunds Klaus Leroff, mich von der Polizei abführen zu lassen, weil der Volksbund die Schirmherrschaft über die Feierstunde habe und die Anwesenheit von NPD-Politikern nicht dulde. Als ich Herrn Leroff erklärte, daß ich als Mitglied eines Verfassungsorgans und sächsischer Landtagsabgeordneter sehr wohl das Recht habe, an der Feierstunde teilzunehmen, wurde er ausfällig und beleidigte mich. Am Ende konnte Herr Leroff allerdings nicht verhindern, daß ich noch während der Gedenkveranstaltung gemeinsam mit dem stellvertretenden Dresdner NPD-Kreisvorsitzenden René Despang einen Kranz der NPD-Fraktion vor dem Ehrenmal niederlegen konnte. Klaus Leroff hat es offenbar bis heute nicht verwunden, daß er bereits 2004 von seinen eigenen Parteifreunden nicht mehr als Direktkandidat der CDU aufgestellt wurde und deshalb aus dem Landtag ausscheiden mußte, obwohl er zuvor lange Jahre Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion war.

Die Politisierung des Totengedenkens, die auch am Sonntag bei der Feierstunde einmal mehr deutlich wurde, ist jedenfalls unerträglich. Wir Nationaldemokraten werden uns auch in Zukunft nicht unser gutes Recht nehmen lassen, den Toten der Weltkriege zu gedenken."

Dresden, 16.11.2009

Holger Szymanski
Pressesprecher der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden
Tel.: (0351) 493 49 00
Fax: (0351) 493 49 30

Quelle: www.npd-fraktion-sachsen.de

Quelle: http://www.npd-hessen.de/
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