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16.08.2010

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Das Diktat des Kapitals: Rente mit 70?

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Die Rente mit 67 hat verständlicherweise in unserem Volk schon für Unverständnis gesorgt, zumal es immer schwieriger wird, ab dem Lebensalter von 50 Jahren eine Arbeit zu finden, von der man leben kann. Nun haben Forscher des Instituts der deutschen Wirtschaft angeblich ermittelt, daß perspektivisch auch die Rente mit 70 kommen müsse. Auch Hamburgs Wirtschaftssenator Axel Gedaschko(CDU) und viele seiner Parteifreunde äußern sich im selben arbeitnehmerfeindlichen Ton: „Aber am Ende geht hier grundsätzlich die pure Mathematik vor.“ Bloße Zahlen und Katastrophenarithmetik haben wieder mal Priorität – zum Schaden von Millionen älteren Arbeitnehmern und Rentnern.

Das Rentenalter zu erhöhen, ohne die Garantie zu schaffen, daß die älteren Arbeitnehmer auch eine Beschäftigung finden, mit der sie sich und die Ihren ernähren können, ist unsozial und menschenverachtend. Durch die Erhöhung des Renteneintrittsalters wird die Zahl armer Rentner beträchtlich steigen, weil schon ein zwei Jahre früherer tatsächlicher Renteneintritt dem Betroffenen einen Abschlag auf den ausgezahlten Rentenbeitrag von 7,2 % beschert – mit steigender Tendenz, wenn der Zeitpunkt des Rentenbeginns noch früher gewählt wird. Der frühere Renteneintritt resultiert jedoch nicht aus der Faulheit der Betroffenen, sondern aus der Unfähigkeit der Systempolitiker, ältere Arbeitnehmer in Arbeit zu bringen.



Auch der Sozialverband VdK weist darauf hin, daß es sich bei den genannten Plänen um „ein reines Rentenkürzungsprogramm“ handele. Schon heute müssen knapp 800.000 Rentner von Leistungen der Grundsicherung im Alter leben, weil ihre Rente weder zum Leben noch zum Sterben reicht.

Es ist eine bodenlose Frechheit, wie die Verantwortlichen an den Schaltstellen der Macht mit denjenigen umgehen, die jahrzehntelang gearbeitet und in die Rentenkassen eingezahlt haben. Daß man sich in der Politik die Zahlen schönrechnet, weiß auch das „Hamburger Abendblatt“ zu berichten. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen(die vor nicht allzu langer Zeit noch als Familienministerin die deutschen Familien mit ihrer Unfähigkeit belastete) bezifferte den Anteil der 60-64-Jährigen, die derzeit einer geregelten sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgingen mit ungefähr 40 %. Ein Sprecher ihres Ministeriums musste diesen Wert nun auf 21,5 % reduzieren, da von der Leyen fälschlicherweise auch Minijobber und Niedriglohnaushilfen hinzuaddiert hatte, obwohl dies offensichtlich keine Tätigkeiten sind, mit denen es möglich ist, sich selbständig über Wasser zu halten. Die Ministerin läßt sich die Zahlen schönrechnen, um das eigene Versagen zu kaschieren.

Auch die EU-Kommission fordert in einem Strategiepapier die Rente mit 70. Von diesem abartigen Bürokratiemonster konnte man auch keine Entwürfe erwarten, die sich an den Befindlichkeiten der Menschen hierzulande orientieren, tritt die EU doch seit Jahr und Tag als Blutsauger der europäischen Nationen auf.

Die ganze Debatte dreht sich im Kreis. Die einen wollen die Lebensarbeitszeit erhöhen, obwohl keine Arbeit vorhanden ist und schon jetzt Millionen Deutsche arbeitssuchend sind. Die anderen wollen die Beiträge zur Rentenversicherung erhöhen, obwohl die hohen Lohnnebenkosten und Rentenbeiträge schon jetzt sowohl Arbeitnehmern als auch kleinen und mittleren Unternehmen die Luft zum Atmen rauben. Andere sprechen sich wieder dafür aus, die Rentenbezüge an sich zu kürzen, was, da muß man kein Experte sein, die Altersarmut in unserem Land zu schwindelerregenden Ausmaßen treiben würde.

Doch keiner benennt die wahre Ursache und damit auch die einzige Lösung: die Familien müssen schnellstmöglich gestärkt werden, damit wieder Kinder unser Land bevölkern. Die Kinder von heute sind die Steuer- und Rentenbeitragszahler von morgen. Eine echte am Volk orientierte Politik darf nicht nur in Monaten und Wahlperioden, sondern muß in Generationen denken! Die Politik muß jetzt die Maßnahmen ergreifen, Familien ein finanzielles Fundament zu gewährleisten, ohne welches es keinen Kinderreichtum hierzulande geben kann.

Die Rentendebatte könnte man sich sparen, hätte man nicht aus Dummheit jahrzehntelang auf volkserhaltende Familienpolitik verzichtet. Das Renteneintrittsalter mit 65 ist hoch genug. Die NPD steht für ein kinder- und familienfreundliches Deutschland, welches automatisch auch die Interessen der Rentner berücksichtigt.

Die derzeitige Politik ist ein Desaster, welches arme Kinder(über 2,5 Millionen) und verarmte Rentner(18,3 % der Rentner gelten als armutsgefährdet) verschuldet hat. Die Minijobber und Geringverdiener sind die armen Rentner von morgen.

Hinweg mit dieser Armutspolitik!

Ronny Zasowk

Quelle: www.npd.de




 

Quelle: http://www.npd-hessen.de/
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