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Liedgut

Deutschlandlied

1. Strophe

Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt,
wenn es stets zu Schutz und Trutze
brüderlich zusammen hält.
Von der Maas bis an die Memel, von der
Etsch bis an den Belt.
Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt.

2. Strophe

Deutsche Frauen, deutsche Treue,
deutscher Wein und deutscher Sang,
sollen in der Welt behalten ihren alten
schönen Klang.
Uns zu edler Tat begeistern unser ganzes
Leben lang.
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
deutscher Wein und deutscher Sang.

3. Strophe

Einigkeit und Recht und Freiheit für
das deutsche Vaterland,
danach laßt uns alle streben brüderlich mit
Herz und Hand.
Einigkeit und Recht und Freiheit sind
des Glückes Unterpfand.
Blüh' im Glanze dieses Glückes, blühe
deutsches Vaterland!
 


Nahelied: Du lieblich Tal

Du liebliches Tal dort am grünen Rhein
durchwoben von Blüten und Sonnenschein,
von Wäldern und Bergen mit Reben umkränzt,
von rauschen Wellen der Nahe durchglänzt:

Du bist meine Lust. Frei fühlt sich
die Lust von Sorgen und Qual
im Nahetal.

Wie einst deine Burgen ein adlig Geschlecht entsandten zum Kampfe für Freiheit und Recht,
so sind deine Söhne noch heut sich bewußt,
daß Liebe zur Freiheit durchglüht ihre Brust.

Echt sei wie ein Hort
ihr Wandel und Wort
wie Wein im Pokal
vom Nahetal

So lange die Rebe am Ufer dir blüht,
so lange die Nahe zum Rheine hinzieht,
beschirme dich Gott, bleibe deutsch nur
dein Land, so fest wie die Felsen am Nahestrand.

Laut töne dein Preis
im fröhlichen Kreis,
du Land meiner Wahl,
mein Nahetal

Text: Oskar Linn-Linsenbarth

Bei diesem Lied handelt es sich um das älteste bekannte unserer Nahelieder, das im Jahre 1887 entstand.
Der Dichter ist Prof. Dr. Oskar Linn-Linsenbarth, der am 03.11.1847 in Weimar geboren wurde.
Er war in Sobernheim und in Bad Kreuznach als Lehrer tätig.
Am 14. Juni 1920 ist Herr Linn-Linsenbarth in Bad Kreuznach verstorben.
Seine Grabstätte befindet sich auf dem Kreuznacher Friedhof.

Am 20.Juni 1942 starb auch Hermann George als Komponist dieses Liedes.
Er wurde ebenfalls auf dem Kreuznacher Friedhof zur letzten Ruhe gebettet.



Westerwaldlied

1. Heute wollen wir marschier`n,
einen neuen Marsch probier`n.
[: In dem schönen Westerwald,
ja, da pfeift der Wind so kalt. :]

[Kehrreim]:
Oh, du schöner Westerwald,
über deine Höhen pfeift der Wind so kalt,
jedoch der kleinste Sonnenschein
dringt tief ins Herz hinein.

2. Und die Grete und der Hans
gehen des Sonntags gern zum Tanz,
[: weil das Tanzen Freude macht
und das Herz im Leibe lacht. :]3. Ist das Tanzen dann vorbei,
gibt`s gewöhnlich Keilerei,
[: und den Bursch, den das nicht freut,
ja, man sagt, der hat kein Schneid. :]

Die Gedanken sind frei

1. Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten?
Sie fliegen vorbei, wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen,
mit Pulver und Blei: Die Gedanken sind frei!

2. Ich denke was ich will und was mich beglücket,
und alles in der Still` und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren kann niemand verwehren,
es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei!

3. Und sperrt man mich ein im finstersten Kerker,
das alles sind rein vergebliche Werke.
Denn meine Gedanken zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei: Die Gedanken sind frei!

4. Drum will ich auch immer den Sorgen entsagen
und will mich auch nimmer mit Grillen mehr plagen.
Man kann ja im Herzen stets lachen und scherzen
und denken dabei: Die Gedanken sind frei!



Hohe Tannen

1. Hohe Tannen weisen die Sterne
an der Iser wildspringender Flut;
liegt das Lager auch in weiter Ferne,
doch du Rübezahl hütest es gut.

2. Hast dich uns zu eigen gegeben,
der die Sagen und Märchen erspinnt
und im tiefsten Waldesleben
als ein Riese Gestalt annimmt.

3. Komm zu uns an das lodernde Feuer,
in die Berge bei stürmischer Nacht.
Schirm die Zelte, die Heimat, die teure,
komm und halte mit mir treue Wacht!

4. Höre, Rübezahl, was wir dir klagen:
Volk und Heimat sind längst nicht mehr frei.
Schwing die Keule wie in alten Tagen,
schlage Hader und Zwietracht entzwei!



Märkische Heide

1. Märkische Heide, märkischer Sand,
[: sind des Märkers Freude, sind sein Heimatland. :]

[Kehrreim]:
Steige hoch, du roter Adler, hoch über Sumpf und Sand,
[: hoch über dunkle Kieferwälder: Heil dir, mein Brandenburger Land! :]

2. Uralte Eichen, dunkler Buchenhain,
[: grünende Birken umrahmen den Wiesenrain. :]

3. Bürger und Bauern von märkischem Geschlecht
[: hielten stets zur Heimat in märk`scher Treue fest. :]

4. Brandenburg allwege, sei unser Losungswort.
[: Dem Vaterland die Treue in alle Zeiten fort! :]



Niedersachsenlied

1. Von der Weser bis zur Elbe, von dem Harz bis an das Meer,
stehen Niedersachsens Söhne, eine feste Burg und Wehr.
Fest wie uns`re Eichen halten alle Zeit wir stand,
wenn Stürme brausen übers deutsche Vaterland.
[: Wir sind die Niedersachsen, sturmfest und erdverwachsen.
Heil Herzog Widukinds Stamm! :]

2. Wo fielen die römischen Schergen, wo versank die welsche Brut?
In Niedersachsens Bergen, an Niedersachsens Wut!
Wer warf den röm`schen Adler nieder in den Sand?
Wer hielt die Freiheit hoch im deutschen Vaterland?
[: Das war`n die Niedersachsen, sturmfest und erdverwachsen.
Heil Herzog Widukinds Stamm! :]

3. Auf blühend roter Heide starben einst vieltausend Mann.
Für Niedersachsens Treue traf sie des Franken Bann.
Vieltausend Brüder fielen von des Henkers Hand,
vieltausend Brüder für ihr Niedersachsenland!
[: Das war`n die Niedersachsen, sturmfest und erdverwachsen.
Heil Herzog Widukinds Stamm! :]

4. Aus der Väter Blut und Wunden wächst der Söhne Heldenmut.
Niedersachsen soll`s bekunden: Für die Freiheit Gut und Blut!
Fest wie uns`re Eichen halten alle Zeit wir stand,
wenn Stürme brausen übers deutsche Vaterland.
[: Wir sind die Niedersachsen, sturmfest und erdverwachsen.
Heil Herzog Widukinds Stamm! :]



Schlesierlied

1. Kehr` ich einst zur Heimat wieder,
früh am Morgen, wenn die Sonn` aufgeht,
schau ich dann ins Tal hernieder,
wo vor einer Tür ein Mädchen steht.

[Kehrreim]:
Dann seufzt sie still, ja still und flüstert leise:
Mein Schlesierland, mein Heimatland,
so von Natur, Natur in alter Weise.
Wir seh`n uns wieder, mein Schlesierland,
wir seh`n uns wieder am Oderstrand!

2. In dem Schatten einer Eiche,
ja, da gab sie mir den Abschiedskuß.
Schatz, ich kann nicht bei dir bleiben,
weil, ja, weil ich von dir scheiden muß.

3. Liebes Mädchen, laß das Weinen,
liebes Mädchen laß das Weinen sein!
Wenn die Rosen wieder blühen,
ja, dann kehr` ich wieder bei dir ein.

 



Wenn alle untreu werden

1. Wenn alle untreu werden, so bleiben wir doch treu,
dass immer noch auf Erden für euch ein Fähnlein sei.
[: Gefährten uns`rer Jugend, ihr Bilder bess`rer Zeit,
die uns zu Männertugend und Liebestod geweiht :]

2. Wollt nimmer von uns weichen, uns immer nahe sein,
treu wie die deutschen Eichen, wie Mond und Sonnenschein.
[: Einst wird es wieder helle in aller Brüder Sinn,
sie kehren zu der Quelle in Lieb und Treue hin :]

3. Ihr Sterne seid uns Zeugen, die ruhig niederschau`n.
Wenn alle Brüder schweigen und falschen Götzen trau`n.
[: Wir woll`n das Wort nicht brechen, nicht Buben werden gleich,
woll`n predigen und sprechen vom Heil`gen Deutschen
Reich! :]


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