08.04.2007
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Parteitag wählte NPD-Landesliste für die Landtagswahl
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Wölfersheim
Die hessischen Nationaldemokraten führten am 24. März im mittelhessischen Wetteraukreis ihren Landeslistenparteitag durch, welcher die insgesamt fünfzehnköpfige Liste für die Landtagswahl am 27. Januar 2008 aufstellte. Im Verlauf des Parteitages war eine deutliche Aufbruchstimmung unter den etwa 70 Delegierten und Gästen zu spüren, die der hessische Landesverband der NPD seit Jahren nicht mehr erleben durfte. Der 24-jährige Landesvorsitzende Marcel Wöll konnte den Anwesenden nicht nur eine deutliche Steigerung der Mitgliederzahlen, sondern auch die bevorstehende, beziehungsweise bereits erfolgte Neu- und Widergründung einer Reihe von Kreisverbänden vermelden. Des Weiteren kündigte Wöll für das laufende Jahr vielfältige Aktivitäten der jungen hessischen NPD an und nannte hier vor allem die 1. Mai-Demonstrationen in Raunheim und Rüsselsheim, sowie die AntiKap-Demo am 07. Juli in der größten Stadt des Landes - Frankfurt am Main - als exemplarische Beispiele für die strategische Neuausrichtung der Partei im Hessenland, die über Jahre hinweg in einer Art Dornröschenschlaf verharrte.
Auch der Presse ist dieses neue und äußerst agile Auftreten des Landesverbandes unter der Führung Marcel Wölls und seiner aktivistischen Mannschaft nicht entgangen. So meldete erst kürzlich die überregional erscheinende „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) unter anderem: „...wir haben eine vitale, aktive NPD. Der Landesverband in Hessen ist sehr rege“. Der stellvertretende Parteivorsitzende Sascha Roßmüller stellte in seinem Grußwort folgerichtig fest, daß die Delegierten mit ihrer Personalentscheidung eine wichtige Grundlage für weitere Erfolge der volkstreuen Partei in dem westdeutschen Flächenland legen würden, welches über lange Zeit die höchste Zahl an kommunalen Mandatsträgern in der Gesamtpartei stellte. Die Tatsache, daß es der Hessen-NPD im Zuge der Kommunalwahlen im letzten Jahr gelang, die Zahl ihrer Mandatsträger weiter zu erhöhen und dabei auch wieder in das wohl wichtigste deutsche Kommunalparlament - die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung im „Römer“ - zurückzukehren, sei ein Indiz dafür, daß diese Aufwärtsentwicklung bereits eingesetzt habe, so Roßmüller abschließend.
Im Anschluß an das Grußwort Sascha Roßmüllers fanden die Wahlgänge zur Landesliste statt. Zur Spitzenkandidatin wurde die 52-jährige NPD-Kreistagsabgeordnete Doris Zutt aus dem mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis gewählt. Zutt, die auch langjähriges Mitglied des Ehringshäuser Gemeinderates, sowie des NPD-Parteivorstandes ist, will sich für den Fall eines Einzugs in den Landtag vor allem für eine gerechtere Sozialpolitik stark machen.
Auf Platz zwei wählten die Delegierten den ebenfalls aus dem Lahn-Dill-Kreis stammenden Rechtsanwalt und stellvertretenden Landesvorsitzenden Dirk Waldschmidt, der seinen Schwerpunkt auf die Justizpolitik legt. Platz drei ging an den Butzbacher Stadtverordneten und Wetterauer Kreistagsabgeordneten Marcel Wöll, der auch Vorsitzender des Landesverbandes ist. Wöll sieht seine Schwerpunkte in der Kultur- und Ausländerpolitik. Auf Platz vier wählten die Delegierten den 32-jährigen Frankfurter NPD-Kreisvorsitzenden und Stadtverordneten Jörg Krebs, der zugleich auch stellvertretender Landesvorsitzender seiner Partei ist. Krebs erklärte den Bereich der inneren Sicherheit zu seinem Schwerpunktthemenfeld. Der 26-jährige Daniel Lachmann, Wetterauer NPD-Kreisvorsitzender und ebenfalls Mitglied des Kreistages, sowie der Büdinger Stadtverordnetenversammlung, wurde auf Platz fünf gewählt und soll für den Bereich der Jugendpolitik zuständig sein.
Auf den Plätzen sechs bis 15 folgen in der wiedergegebenen Reihenfolge: Wolf-Jürgen Zeuner (Darmstadt-Dieburg), Josephine Fröhlich (Wetterau), Sascha Söder (Main-Taunus-Kreis), Frank Marschner (Offenbach a. M.), Gerald Wißler (DVU-Landesvorstand), Ralph Böhm (Main-Kinzig-Kreis), Stefan Jagsch (Wetterau), Steven Haase (Offenbach a. M.), Paul Litschke (Frankfurt a. M.), sowie Hans-Joachim Bosold (Fulda). Auch dieser richtungsweisende Parteitag der hessischen NPD endete mit dem Absingen aller drei Strophen des Deutschlandliedes.