08.12.2006
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NPD-Kreistagsfraktion für Erhalt der deutschen Sprache
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Zur Hauptseite wechselnBericht
Die NPD-Fraktion im Wetterauer Kreistag fordert die Kreisverwaltung auf, der „Verenglischung“ der deutschen Sprache entgegen zu wirken. Entsprechender Antrag soll die Verwaltung bürgerfreundlicher machen.
Nach Auffassung des NPD-Fraktionsvorsitzenden Volker Sachs zeugt es von geistiger Trägheit, für neue Dinge immer nur Fertigwörter aus dem amerikanischen Sprachgemisch nachzuplappern, oder sich „bessere“ Amerikanismen, die nicht einmal ein Amerikaner versteht, selbst „zurechtzupanschen“.
Zudem verdrängten die Anglizismen die deutschen Wörter. Wo „single“, „news“, „bike“ und „shop“ Wörter wie „Junggeselle“, „Nachrichten“, „Fahrrad“ und „Laden“ ersetzten, sterbe, so Sachs, die deutsche Sprache aus.
Anweisungen und Namen von Waren des täglichen Gebrauchs müssten in verständlichem Deutsch abgefasst werden. Wer lebensrettende, rechtlich bedeutsame oder hoheitliche Informationen hinter unverständlichen Amerikanismen versteckt, mache sich fast strafbar. Wer weiß denn schon, dass sich hinter „stroke unit“ ein Rettungspunkt für „Schlaganfälle“ verbirgt, der „Moonshine-Tarif“ übersetzt nicht „Mondscheintarif“ sondern „Billigschnaps“ bedeutet. „The great Ding-Dong“ oder „Handy“ klingen je nach Kontext ziemlich obszön.
Fast jeder, so Sachs, habe sich schon über endlose Bandwurmsätze und zungenbrecherischen Wortslalom in unserer Verwaltungssprache geärgert. Nun sollen englische Fremdwörter Klarheit schaffen. Alles klar durch Outsourcing, community policing, key account management, public private partnership, coaching, gender-mainstreaming? Ein deutschsprachiger Ausdruck erkläre sich meist von selbst und wäre somit allein schon deswegen bürgerfreundlicher.