05.06.2004
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Gnadl: NPD tritt mit Plakat die politische Heimreise an
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Wetterau
Pressebericht
Einen weiteren guten Grund, an der Europawahl teilzunehmen und demokratische Parteien zu wählen, hat nach Ansicht von Landrat Rolf Gnadl die NPD mit ihrem neuen Wahlplakat geliefert „Deutschland soll arisch“ rein sein, so müsse die Botschaft des Plakates interpretiert werden, auf dem eine Gruppe schwer bepackter muslimischer Frauen eine gute Heimreise gewünscht wird. „Die absolut überwiegende Mehrheit der hier lebenden Moslems ist rechtschaffen und im Gegensatz zur NPD verfassungstreu“ hielt Gnadl dem entgegen. Offensichtlich mache der Partei zu schaffen das viele muslimischen Mitbürger Wölfersheim, Bad Nauheim und Büdingen meinen, wenn sie von „zu Hause“ sprächen. Viele von ihnen hätten seit dem Ende der sechziger Jahre geholfen, die Bundesrepublik zu dem zu machen, was es ist: ein Ort des Wohlstandes, des Fortschrittes und der Toleranz.
Die Intention der NPD, wegen des Terrors weniger sämtliche Mitbürger moslemischen Glaubens wegschicken zu wollen, ist nach Meinung Gnadls „absurd“. Er argumentiert, ebenso gut könne man die gesamte NPD wegen der Straftaten einzelner Mitglieder verhaften. Im Grunde gehe es der NPD nicht um Terroristen, sondern pauschal um alle Ausländer. Entgegen dem schlechten Eindruck, den die Plakate erwecken mögen, seien die auländischen Mitbürger ein tragendes Glied der Gesellschaft und vom Leben in Deutschland nicht mehr wegzudenken. „Auch wenn es der NPD schwer falle, dies zu akzeptieren, solle sie mit ihrer eigenen Angst vor einer „Überfremdung“ nicht das Klima unter Nachbarn vergiften.