16.10.2011
Noch nicht einmal ein richtiges Parteiprogramm können sie bieten, von ihrem Erfolg bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin wurden sie selbst von ihrem eigenen Ergebnis überrascht; nun droht die “Piratenpartei” ausgerechnet an der Frage eine Spaltung, wie mit Mitgliedern, die zu früheren Zeiten der NPD angehört hatten, umzugehen ist.
Während sich Parteichef Nerz ganz demokratisch gibt, “Fehler” den ehemaligen NPDlern gerne verzeihen möchte und die damalige Mitgliedschaft als “Jugendsünde” bezeichnet, ist sein Stellvertreter Schlömer von einer derartigen Haltung gar nicht begeistert und stellt gegenüber der links-extremen “Tageszeitung” klar: “”In unserer Partei ist kein Platz für ehemalige NPD-Mitglieder.”
Immer größer wird anscheinend die Anzahl an “Piraten”, die früher einmal zur NPD gehört hatten. Bekannt wurden zunächst zwei Fälle, zum einen trat im bayerischen Freising der “Piraten”-Kreisvorsitzende aufgrund seiner früheren Mitgliedschaft zurück, kurze Zeit später räumte ein Mitglied des Landesvorstandes Mecklenburg-Vorpommern seine Vergangenheit ein und trat sowohl vom seinem Amt im Landes-, als auch im Kreisvorstand zurück.
Wir möchten den “Piraten” ganz sicher keine Ratschläge geben, wie sie mit ihren Mitgliedern umzugehen haben. Geradezu lächerlich klingen aber die Beteuerungen der ehemaligen NPD-Mitglieder, die danach angeblich nur der nationalen Partei beigetreten wären, weil sie über Freunde oder Sportvereine Kontakt bekommen hätten, über die politischen Ziele aber nichts gewußt haben wollen.
Für eine nationale Opposition, deren wichtigstes Fundament ihre eigenen Mitglieder sind, kann es nur begrüßenswert sein, daß sich derartige Personen freiwillig aus der Partei verabschiedet haben und nun in einer Chaostruppe wie den “Piraten” für weiteren Wirbel sorgen. Wer noch nicht einmal zu seiner politischen Überzeugung steht, ist ganz sicher in jeglicher Partei und erst recht in der NPD falsch aufgehoben.
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