07.06.2011
Seit über einer Woche hält nun der Erreger EHEC ganze Teile Europas und vor allem Deutschland in Atem. Der Absatz an Gemüse ist drastisch zurückgegangen, die Verbraucher haben Angst. Sicher ist diese Angst zum Teil berechtigt, nimmt man die möglichen gesundheitlichen Folgen zur Kenntnis.
Wahrscheinlich ist es müßig, sich nun an Verschwörungstheorien zu beteiligen, die hinter dem Bazillen-Skandal einen bioterroristischen Anschlag vermuten. Über die politischen und wirtschaftlichen Folgen muß in der Tat nachgedacht werden. Die ersten landwirtschaftlichen Betriebe stehen bereits vor dem Ruin, haben sie doch in den letzten Tagen zum Teil schon mehr als 10.000 Euro verloren. Insgesamt wird der tägliche Verlust deutscher Landwirtschaftsbetriebe auf vier Millionen Euro geschätzt – je länger die Ursache also nicht gefunden wird, desto katastrophaler die möglichen Folgen für das deutsche Bauerntum. Besonders übel trifft es Unternehmen, die sich auf bestimmte Gemüsearten spezialisiert haben. Die teils durch die Medien noch aufgebauschte Hysterie führt dazu, daß Gurken, Salate und Tomaten kaum noch nachgefragt werden. Massen an Gemüse müssen von den Herstellern vernichtet werden.
Nun wäre es eigentlich an der Politik, einen Rettungsschirm für die deutschen Bauern zu spannen. Für alles und jeden ist Geld da – für Griechenland, für Irland, für Portugal, für Zocker-Banken, für die ganze Welt – doch für die Ernährer unseres Volkes nur ein mitleidiges Schulterzucken.
Die NPD fordert staatliche Hilfsmaßnahmen und Überbrückungsgelder für betroffene landwirtschaftliche Unternehmen, deren Umsätze massiv gesunken sind, deren Kosten für Löhne aber weiterlaufen. Es kann nicht sein, daß Gelder für alles und jeden da sind, nicht aber für schuldlos in Not geratene Deutsche.
Statt Bürgschaften für die EU – schnelle Hilfe für den deutschen Bauern!
Ronny Zasowk
Referatsleiter Politik
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