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23.07.2010

Lesezeit: etwa 2 Minuten

So sind sie, die roten Bonzen: Wasser predigen und selbst Wein saufen!

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Daß die Granden der selbsternannten „sozial Gerechten“ von der SED-Linkspartei sich bei jeder Gelegenheit als das erweisen, was sie nach außen vorgeben zu bekämpfen, nämlich als extrem materialistisch und eigennützig orientiert, hat hier in Hessen kürzlich erst die Landtagsfraktion der ehemaligen Staatspartei der DDR bewiesen, als sie geschlossen für eine Erhöhung ihrer Abgeordnetendiätenum satte 1,5 Prozent stimmte. Hartz IV, Mindestlohn, und Rentenbetrug wurden dabei ganz schnell vergessen; wenn's um den eigenen Geldbeutel geht, ist sich eben jeder selbst der Nächste. Auch bei der „Linkspartei“.

Prominente Beispiele dafür gibt es genug. Oskar Lafontaine, der in einer Prachtvilla residiert, von der jene, die er oft genug vorgibt zu vertreten - nämlich das einfache, werktätige Volk -, nur träumen können. Ein Gregor Gysi, der den gehobenen Lebensstandard schon in seiner Zeit als Funktionär der DDR-Staatspartei SED genießen konnte, oder aber die Chefin der „Kommunistischen Plattform“ in der SED-Linken, Sahra Wagenknecht, ihres Zeichens Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Parteivorsitzende, die nicht von ungefähr seit Jahren schon scherzhaft „Chanel-Kommunistin“ genannt wird.

Nun sorgt der frischgebackene Vorsitzende der SED-Linken, Klaus Ernst, in dieser Hinsicht für Furore. Übereinstimmenden Meldungen verschiedener Medien zufolge, wird gegen den Bundestagsabgeordneten wegen Betrugsverdacht und Verdacht auf Untreue ermittelt. Als Abgeordneter soll Ernst Flüge über den Bundestag abgerechnet haben, die nicht mandatsbedingt waren. Auch über seinen Monatslohn wurde diskutiert. Herrn Ernst scheinen seine monatlichen Diäten als Bundestagsabgeordneter in Höhe von rund 7.700 Euro (!) nämlich nicht zu reichen, auch die zusätzlich gewährte, steuerfreie „Kostenpauschale“ in Höhe von rund 3.900 Euro pro Monat, trägt offenbar nicht zu dessen Befriedigung bei.

Wie Focus-online berichtet, erstritt sich Ernst einen Monatslohn in Höhe von weiteren 3.500 Euro, die er für seine Tätigkeit als Parteivorsitzender der SED-Linken abgreift. Hintergrund: Klaus Ernst legte im Zuge seiner Wahl zum Parteichef seinen offenbar wohldotierten Posten als „IG-Metall-Bevollmächtigter“ in Schweinfurt nieder. Daß Herr Ernst sich nun mit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Berlin konfrontiert sieht, „weil er drei Flüge zu Gewerkschaftstreffen und Aufsichtsratssitzungen als Abgeordneter über den Bundestag abgerechnet haben soll“ (Focus-online), setzt dem Ganzen die Krone auf. Rund 15.000 Euro monatliche Gesamteinkünfte scheinen also immer noch nicht auszureichen, die Strapazen eines Arbeiterführers zu mildern.

Fazit: Nicht nur rein ideologisch unterscheidet sich die sogenannte „Linkspartei“ heute kaum von ihrer Ursprungsgruppierung der SED, auch in anderer Hinsicht bleiben sich die Postkommunisten selbst treu. Während die breite Masse des Volkes oft nicht weiß, ob ihre Einkünfte den Monat über ausreichen werden, betrachten die roten Volksverführer den Staat und seine Organe als Selbstbedienungsladen, der dazu dient, ihnen einen aufwendigen Lebensstandard zu sichern. Wie weiland der alte Honecker und seine Genossen sich die feinsten Gaumenfreuden gönnten, während das Volk an den Fleischtheken Schlange stand, so können die Vorturner ihrer Erben, der „Linkspartei“, heute den Hals nicht voll genug kriegen – während sie predigen Selterswasser zu trinken, genehmigen sie sich selbst 'ne Pulle Mouton-Rothschild.

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